Freitag, 22 September 2017 15:33

Mein Jugendweihejahr - Sarah Kaiser

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Sarah KaiserIch habe mit dem sächsischen Jugendweiheverband bereits vor meiner Jugendweihe sehr viel erleben dürfen. Begonnen hat alles mit der Auftaktparty über Pfingsten in Olganitz Ende der siebten Klasse. Mit vielen Freunden aus meiner Schule sind wir zum ersten Mal „alleine“ zelten gewesen. Aus ganz Sachsen kamen Jugendliche in unserem Alter angereist und wir verbrachten zwei tolle Tage an einem See, wo wir baden konnten, Volleyball spielten, und das Schönste war, dass wir am Abend unsere persönlichen Wünsche an einem Luftballon in den Himmel steigen ließen. Danach wurde bei der Disco der Auftakt unseres Jugendweihejahres so richtig gefeiert. Später dann hatte ich die Möglichkeit bei der After-School-Party viele meiner neuen Freunde vom Zelten wiederzusehen.

Als die achte Klasse startete, sollte es dann so richtig losgehen. Ich war beim Go-Kart fahren dabei, habe gelernt, mir leckere alkoholfreie Cocktails zu mixen, war auf Nachtwanderung bei der langen Nacht der Projekte, habe mich beim Zumba-Kurs richtig austoben können und mir außerdem beim Kniggekurs alle wichtigen Tischmanieren angeeignet. Im Laufe des Jahres besuchte ich die Gedenkstätte Buchenwald und den Bundestag in Berlin. Auf den Besuch von der Gedenkstätte wurden wir zusätzlich durch eine Einführungsveranstaltung vorbereitet.

Als dann der Termin zur Sitzprobe näher rückte, wuchs die Aufregung immer mehr. Glücklicherweise hatte ich mir schon ein Kleid rausgesucht und wusste, welche Frisur ich an dem Tag tragen wollte. Den verzweifelten Prozess der Kleidersuche konnte ich um einiges abkürzen, indem ich mich bei der Styling-Tour angemeldet habe. So konnte ich alle Outfits, die mir gefallen haben, anprobieren und mir sogar die Haare und ein Make-Up machen lassen. Jetzt konnte also an meinem großen Tag gar nichts mehr schief gehen.

Meine Feierstunde begann um 14 Uhr in der Stadthalle mit viel Musik, Tänzen, Festreden und einem rundum tollen Festprogramm. Nach dem Moment auf der Bühne, als ich den Schritt ins Erwachsenenalter getan hatte, konnte auch ich mir eine kleine Träne nicht verkneifen. Es war schade, wie schnell der Tag vorüber ging, doch ich wusste eine Sache wartete noch auf mich - meine Jugendweihereise. Ich hatte mich aus den vielen Möglichkeiten für Paris entschieden.

Eine Woche verbrachte ich am Anfang der Sommerferien in der Hauptstadt Frankreichs und erlebte viele tolle Momente, die mir auch künftig noch im Gedächtnis bleiben.
Jetzt, zwei Jahre danach, bin ich Mitglied der Jugendgruppe von Chemnitz, organisiere viele dieser Veranstaltungen mit und helfe bei den Jugendweihefeiern. Auch dieses Jahr fahre ich wieder nach Olganitz ins Pfingstcamp, denn mittlerweile ist es fast eine Tradition für mich geworden:).

Alles in Allem war das Jugendweihejahr für mich eine riesengroße und unglaubliche Erfahrung, an welche ich bis heute sehr gerne zurück denke.

 

Gelesen 297 mal Letzte Änderung am Freitag, 22 September 2017 15:40